Physiotherapeut ist heute die offizielle Bezeichnung für Krankengymnast. Physiotherapeuten machen mit ihren Patienten Bewegungstherapie. Dabei behandeln sie auf Grund der ärztlichen Diagnose. Sie arbeiten vor allem in Klinken und Arztpraxen. Die anspruchvolle dreijährige Ausbildung erfolgt an staatlich anerkannten Schulen für Physiotherapie.
Während der praktischen und theoretischen Ausbildung lernt man beispielsweise:
- wie der Bewegungsapparat eines Menschen aufgebaut ist, z. B. Wirbelsäule, Rückenmuskeln, Brustkorb, Zwerchfell, Ellenbogengelenk, Bau und Funktion von Hüftgelenk,
- wie Blut, Kreislauforgane, Nerven- und Lymphsystem aufgebaut sind,
- wie das Zentralnervensystem funktioniert,
- wie die Skelettmuskulatur aufgebaut ist,
- welche Hygienegrundlagen zu beachten sind,
- welche Krankheitserreger (Bakterien, Viren, Pilze, tierische Parasiten) auftreten können
- welche Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen der Atmungsorgane oder der Niere sowie Stoffwechselerkrankungen es gibt,
- warum es zu Erkrankungen der Wirbelsäule oder der Extremitäten (z. B. Knieinnenverletzungen, Fußfehlhaltungen) kommt,
- wie man Körperstellungen und Ausgangspositionen analysiert und bewertet und welche Wechselwirkung zwischen Bewegung und Persönlichkeit besteht,
- welches die Grundlagen der Elektro-, Licht-, Wärme-, Kälte- und Hydrotherapie sowie die Grundbegriffe der Strahlenheilkunde sind,
- welche psychologischen und pädagogischen Aspekte im Umgang mit Kranken zu beachten sind,
- wie man die Techniken der Krankengymnastik auf allen Gebieten der Medizin, in denen Bewegungstherapie erforderlich ist, methodisch anwendet,
- wie man krankengymnastische Behandlungen im Wasser oder im Schlingengerät ausführt oder wie man die Techniken der Atemtherapie vermittelt,
- wie man zu Entlastungs-, Entspannungs- oder Mobilitätsübungen anleitet,
- wie man Selbstübungsprogramme entwirft,
- worauf es bei der Ausführung einer Bindegewebsmassage ankommt.
Ausgebildet wird vor allem in Fächern wie
- physiotherapeutische Befund- und Untersuchungstechniken
- krankengymnastische Behandlungstechniken (z. B. Manuelle Therapie, Gangschulung, neurophysiologische Behandlungsverfahren, Funktionsanalyse)
- Massagetherapie
- Hydro-, Balneo-, Thermo- und Inhalationstherapie
- Elektro-, Licht-, Strahlentherapie
- Prävention und Rehabilitation
- Bewegungserziehung
- Bewegungs-, Trainingslehre.
Außerdem wird in medizinischen Grundlagenfächern wie
- Anatomie
- Physiologie
- Krankheitslehre
- Erste Hilfe und Verbandtechnik
weitere Informationen:
- aktuelle Jobangebote gibt es hier!
- Liste von Schulen, die zum Physiotherapeuten ausbilden.
- weiter Schulen